Für Züchterinnen und Züchter
Mehrere Rassen zu züchten ist erlaubt und nicht ungewöhnlich. Nur teilt sich die Arbeit nicht — sie vervielfacht sich. Das Qualzucht-Präventionskonzept gilt je Rasse, und mit ihm alles, was daran hängt.
Eigenes Konzept
Eigenes Konzept
Eigenes Konzept
Eigenes Konzept
Das Gesetz verlangt, dass Züchterinnen und Züchter die Risikoparameter ihrer gezüchteten Tierart kennen und dementsprechend handeln. Diese Parameter sind bei einem Berner Sennenhund andere als bei einem Jack Russell Terrier — und was für die eine Rasse untersucht wird, sagt über die andere nichts.
Dieselbe Spalte, viermal. Nichts davon lässt sich zusammenlegen, weil nichts davon rasseübergreifend gilt.
Ein Präventionskonzept muss vor Aufnahme der Zucht vorliegen. Das betrifft nicht nur den Anfang der eigenen Züchterlaufbahn, sondern jede neue Rasse: Wer nach zehn Jahren eine zweite dazunimmt, steht bei dieser Rasse wieder ganz am Beginn.
Praktisch heißt das, dass die Entscheidung für eine weitere Rasse keine Erweiterung ist, sondern ein zweiter Anfang — mit eigener Einarbeitung, eigenen Befunden und eigener Nachweisführung.
In der Zucht gilt seit jeher: Wer viele Rassen anbietet, ist nicht seriös. Der Satz ist hart, und er ist nicht aus der Luft gegriffen — er stammt aus einer Zeit, in der breite Angebote fast immer bedeuteten, dass an keiner Rasse gründlich gearbeitet wurde.
Gegen jemanden, der für jede seiner Rassen ein bewertetes Konzept vorlegt, die Untersuchungen durchführt und die Zuchttauglichkeit jedes Tieres nachweist, lässt sich damit allerdings schwer argumentieren. Was prüfbar ist, ist bei ihm in Ordnung — für jede Rasse einzeln.
Nur endet die Frage dort nicht. Rassen unterscheiden sich nicht bloß in ihren Untersuchungen, sondern im Wesen, in der Aufzucht, in dem, was sie an Erfahrung verlangen. Wer eine Rasse lange züchtet, weiß Dinge über sie, die in keinem Formular stehen — und die sich nicht auf eine zweite Rasse übertragen lassen.
Ob sich zwei oder drei Rassen sauber führen lassen, ist deshalb eine Frage, auf die es keine allgemeine Antwort gibt. Sie fällt für jede Kombination anders aus, und sie hängt an etwas, das sich nicht bescheinigen lässt.
Nachweise lassen sich vervielfachen. Erfahrung nicht.
Deswegen gibt es ZEUS
ZEUS ist so aufgebaut, wie die Anforderung es verlangt: Das Basisprogramm regelt, was für alle Rassen gilt; dazu kommt für jede Rasse ein eigener, rassespezifischer Teil mit ihren Risikoparametern und Untersuchungen. Wer mehrere Rassen züchtet, nimmt an mehreren Teilen teil — an einem je Rasse.
Der Vorteil liegt genau dort, wo bei mehreren Rassen die Arbeit entsteht: Man muss nicht für jede Rasse ein eigenes Konzept erarbeiten und bewerten lassen, und die Nachweise laufen über denselben Weg. Was sich nicht zusammenlegen lässt — die Untersuchungen —, bleibt selbstverständlich getrennt.
Was ein Programm nicht leisten kann, sagt es besser selbst: Es beantwortet die Frage, ob die Anforderungen erfüllt sind. Ob jemand einer weiteren Rasse gerecht wird, beantwortet es nicht. Diese Entscheidung bleibt bei der Züchterin und beim Züchter — und sie fällt vor der ersten Verpaarung, nicht danach.